Unser Jahresprojekt


Unser Jahresprojekt: 1000x Danke

Gerade in den letzten Jahren hat er spürbar zugenommen: der Stress, dem wir alle ausgesetzt sind: Ob Corona, der (Ukraine-)Krieg, steigende Preise, die Klimakrise – die Liste lässt sich leider gefühlt noch unendlich fortsetzen. Unsere Welt ist allgemein unberechenbar und flüchtig, unsicher und ungewiss, komplex und vielschichtig und unklar und widersprüchlich geworden (Stichwort VUCA-Welt). Das verursacht Stress, den wir alle spüren, auch schon unsere Kinder. Hinzu kommt, dass das System „Schule“ mitten in der Leistungsgesellschaft angesiedelt ist, in der wir leben. Auch das setzt die Kinder – und auch die Lehrer und Eltern – unter Stress.

Wir wollen diesen Stressoren mutig und aktiv begegnen und uns ihnen nicht einfach ausliefern. In der Fachsprache heißt das „Resilienz fördern“. Resilienz ist dabei sozusagen unser psychisches Immunsystem. Wir aktivieren Schutzfaktoren, um die genannten Belastungen zu neutralisieren und innerlich in einem guten Gleichgewicht zu bleiben.

Dafür gibt es viele Möglichkeiten, denn Resilienz ist zum Glück erlernbar. Ein in nahezu allen Religionen, Philosophien und psychologischen Ansätzen anerkannter Weg, die psychische Widerstandskraft zu stärken ist, Dankbarkeit zu praktizieren. Dabei geht es einfach darum, im Alltag bewusst die Dinge wahrzunehmen, für die ich dankbar sein kann: ich schätze wert, was Gutes passiert ist (oder eben auch, was an Schlechtem NICHT passiert ist). Wie das konkret aussehen kann, können Sie z.B. hier nachlesen:
einguterplan.de/anleitung-dankbarkeit

Wir rufen als Grundschule Parkstraße also dieses Jahr eine Challenge aus: jedes Mitglied unserer Schulgemeinschaft – in erster Linie die Schüler*innen und das pädagogische Personal – sammelt in einem Heft, das die Schule an jeden verschenkt – ein persönliches Dankbarkeitstagebuch - über das gesamte Jahr 1000 Dinge, für die sie oder er dankbar ist. Das können große Dinge sein (Danke für meine Mama. Danke für meinen Papa. (…)) und es werden mit Sicherheit viele vermeintlich „kleine“ Dinge werden: wir sind regelrechte Schatzsucher (Danke dafür, dass ich mit dem Schaum in der Badewanne einen Turm bauen konnte. Danke dafür, dass ich diesen schönen Stein gefunden habe.). Keine Sache darf zweimal genannt werden, es sollen wirklich 1000 unterschiedliche Dinge sein! Dieser Schatz, den ich sammle, hilft mir, dem Leben mit all seinen Herausforderungen gut zu begegnen, er schenkt mir Kraft und ist nicht zuletzt auch ein wertvoller Fundus in schwierigen Zeiten, in den ich eintauchen kann, wenn es mir nicht gut geht.

Das Heft – unser Dankbarkeitstagebuch - darf als Liste geführt werden, die kreativen großen und kleinen Menschen unter uns dürfen aber alles auch schön gestalten. Gerade unsere Schulanfänger werden zunächst noch Ihre Hilfe beim Aufschreiben ihres Schatzes brauchen, selbst aber das Heft verzieren helfen können.

Sehr gerne dürfen Sie sich als Eltern, Geschwister, Großeltern, Tanten, Onkel, Freunde usw. unserem Projekt anschließen. Eine tolle Idee ist z.B., zu Hause ein Glas aufzustellen und über das Jahr viele kleine Zettel dort hineinzuwerfen mit Dingen, für die man dankbar ist. Am Ende des Jahres kann man das Jahr dann noch einmal Revue passieren lassen.

Falls Sie tiefer graben wollen: Es gibt mittlerweile sehr viel Literatur zum Thema „Dankbarkeit“. Empfehlenswert ist u.a. das Buch „Tausend Geschenke“ von Ann Voskamp, das schon ein Klassiker zu diesem Thema ist. Auch folgende Seite bietet einen Einblick, warum es gerade auch für Kinder schon wichtig ist, so eine Lebenshaltung einzuüben: 7mind.de/magazin/dankbarkeit-kinder-rituale-dankbar-achtsamkeit-familie

Wir freuen uns darauf, gemeinsam mindestens ca. 230 x 1000 Schätze zu entdecken (aus ca. 230 Personen besteht die Schulgemeinschaft unserer Schüler*innen plus Mitarbeiterteam). Machen Sie auch mit?
Herzliche Grüße
Das Team der Grundschule Parkstraße